Arantzazu Araia

18 Kms

Wer einige Momente intensiv lebt, erhebt sich mit überraschender Geschwindigkeit zu  einem Maß an Tugend, das der Faule nach vielen Jahren nicht erreicht.

Wir verabschieden uns von der Jungfrau von Arantzazu und folgen den rot-weiβen Markierungen. Wir lassen das Heiligtum rechts hinter uns und gehen die Straβe nach oben in Richtung der letzten Häuser. Den Hinweisschildern nach Urbía folgend, steigen wir stetig bergan und gehen immer geradeaus. Wir kommen in der Nähe einer Quelle an eine Kreuzung mit drei Wegen. Wir nehmen den mittleren Weg (und folgen weiter den Schildern nach Urbía). Nachdem wir einige Minuten auf einer breiten und schattigen Piste gegangen sind, stoβen wir links auf die Quelle von Erroiti. Der Legende nach ist hier dem Pastor Rodrigo de Baltzategi die Jungfrau von Arantzazu  erschienen.

Der Weg geht im Zick-Zack weiter aufwärts auf den Hügel von Elorrola. Dabei folgen wir immer den rot-weiβen GR-Markierungen. Wir kommen auf dem Höhenpass an und sehen dankbar den Abstieg. Bald erreichen wir die Kapelle Andra Mari de Urbia (1924), die wir links liegenlassen, um dann auf dem Weg weiterzuwandern bis zur Schutzhütte von Urbia, wo wir im Sommer ein erfrischendes Getränk an der Bar zu uns nehmen können.

Wir wandern auf dem gut sichtbaren und breiten Weg weiter, ohne abzubiegen. Kurz darauf kommen wir an einigen Hirtenschutzhütten auf Wiesen vorbei. Etwas weiter sehen wir den Monolith von Zorrotzari und fast daneben die Schutzhütte des Perusaroi-Berges. Immer geradeaus gehen wir nun steil abwärts, um gleich danach wieder aufzusteigen. Hier bieten sich zwei Alternativen: Wir können auf dem breiten Feldweg Richtung Araia weitergehen oder nach links einem Pfad Richtung Wald mit den Wegmarkierungen nach Araia folgen.

Der Weg durch den Wald ist geeignet für die Pilger, die zu Fuß gehen. Zuerst führt er uns zu den Stromleitungen und nachdem wir den Wald durchquert haben, erreichen wir einige Schafställe. Dort führt der Weg direkt bergab zum Dorf Araia. Kurz vor dem Dorf geht ein Pfad nach rechts, der uns zum Schwimmbad bringt.

Wenn wir immer auf dem breiten Weg bleiben, treffen wir auf eine Kreuzung mit verschiedenen gelben Wegmarkierungen des Jakobsweges, die uns jedoch nicht nach Araia sondern nach Zalduondo bringen. Zweifellos ist dieser Weg besser für Fahrräder.

Wir kommen auf die kleine Ebene von Zumarraundi. Rechts von uns beginnt eine kleine asphaltierte Straβe, die uns nach Araia bringt (nach ca. 2km gibt es links einen Wegweiser: „Araia 4km GR-25″. Allerdings ist dieser Weg nicht empfehlenswert, da er einen groβen Umweg macht). Wir gehen abwärts und kommen an einen Stausee: Hier bitte aufpassen, denn an der nächsten Kreuzung gehen wir links. Links von uns sehen wir das Gehöft Gartzabal. Wir gehen auf der asphaltierten Straβe weiter und kommen nach dem Schwimmbad in den Ort Araia. Weiter geradeaus gelangen wir direkt zur Kirche und zum Rathaus.

ALBENIZ
Refugio casa de la Iglesia . Tel: 945 261 676 (en la etapa siguiente)
ARAIA
Hotel Andamur San Roman ** . 2 km von Araia, entlang der Straße nach San Roman. Tel.: 945 31 47 83
Rathaus . In Araia gibt es eine Pelota-Spielhalle. Im Rathaus können wir nach dem Schlüssel fragen und vielleicht dort übernachten. Tel: 945 304 006 / 945 314 566.
Taxi Berasategui . Tel: 699 445 403
ARANZAZU
Taxi Arantzazu . Tel: 931 78 00 30
Taxi Igorre . Tel: 946 31 55 72
EGUINO
Haus des Gebets Haiztur . (Off-Road etwa 5 Meilen Araia) San Esteban Kalea, 1. Tel: 945 31 46 37 e-mail: mercedariase@yahoo.es
IBARGUREN
Landgasthof Legaire Etxea . C/San Martín, 2. Tel: 626 895 798. (nicht direkt am Weg, aber in der Nähe)
SAN ROMÁN
Hotel Andamur . (en la etapa siguiente, Polígono Okiturri) Carretera N-I, Tel: 945 314 783
Pensión El Ventorro . Auf der anderen Seite der Andamur Tankstelle. Tel .: 945 304 372.
ZALDUONDO
Casa rural Aizkomendi . Errotalde Kalea, 5 Tel:679 908 531
Casa rural Arkauzetxea . C/ Errotalde, 5 Tel: 679 908 531
Casa rural Eikolara Landaetxea . Bº Arbinatea, 30 Tel: 629407767/945304332

Schwierige Etappe aufgrund der Steigung in Aranzazu und dem steilen Abstieg bis Araia. Wir sind im  Nationalpark der Gebirgskette von Aizkorri-Aratz, in denen die höchsten Gipfel der kantabrisch-mediteranen Wasserscheide zu finden sind (Aitxuri 1.551 m).  Man sollte hier die atmosphärischen Bedingungen beachten. Der Weg ist breit, ausser an einer Stelle (in der Nähe des Höhenpasses auf 1.180m) und bei Nebel nicht zu verfehlen. Auf dem Höhenpass verwandelt sich der breite Weg in einen kleinen, geschotterten Pfad (in gutem Zustand und sogar bei Nebel gut sichtbar), genau an der Stelle, wo der breite Weg weiter geradeaus verläuft. Ein oder zwei Kilometer später, verlassen wir den Weg wieder, der jetzt sichtbar ins Tal hinunterführt, und wir folgen einem wenig ausgetretenen, mit Gras bewachsenem Pfad, der mit dem baskischen Jakobsweg zusammentrifft. Dieser kommt vom Tunnel San Adrián. Wenn wir erst einmal auf dem Jakobsweg sind, folgen wir den gelben Pfeilen bis wir zu einer Kreuzung kommen. Hier geht es nach Zalduendo oder Araia (Schwimmbad und Dorf). Wir nehmen den Weg links.

ARAIA: Es handelt sich um das Hauptdorf des Gemeindebezirks Asparrena, in dem zehn Gemeinden zusammengefasst sind. Mit mehr als 1.000 Einwohnern ist Araia das Dienstleistungszentrum  des Gemeindebezirkes. Das Rathaus im barocken Stil hat ein Wappen mit dem Symbol der Parnterschaft mit Asparrena. Die Kirche San Pedro stammt aus dem 15. Jahrhundert und hat einen neoklassischen Altaraufsatz im Innern. Es gibt ein Restaurant, einen Supermarkt, eine Apotheke und eine Bank.

Achtung: In Alda, unserem nächsten Etappenziel gibt es weder Geschäfte noch Restaurants. Man sollte also gleich hier noch etwas für den  nächsten Tag einkaufen.

Bemerkungen: Wir bestehen darauf, sich ausreichend Zeit zu nehmen, um über das vorbereitende Gebet zu meditieren. Wir erinnern daran, dass Ignatius uns sagt, es ist wichtiger, „innerlich zu wissen und zu genießen“, als viel zu wissen, d.h., wir brauchen keine Eile zu haben. Heute beginnen wir mit der Betrachtung unseres Prinzips und unseres Fundamentes, der Sinnhaftigkeit unseres Erschaffen-Seins. Ein Gesamtüberblick ist unerlässlich, um später konkreter zu werden.

Fürbitte: Herr, gewähre mir die Gnade, mit einer tiefen Dankbarkeit innerlich deine Liebe in meinem Leben zu spüren. Hilf mir Herr, das Fundament meines Lebens nach deinem Wunsch zu entdecken.

Gedanken: Wir beginnen mit der Erinnerung, dass unser ganzes Leben eine spirituelle Reise gewesen ist. Beim Laufen wenden wir Zeit dafür auf, uns noch mal an unsere eigene Geschichte zu erinnern, d.h., wir lassen unseren Verstand durch das Gebet ziehen. Wir erinnern uns und lassen zu, dass Gott uns die Schlüsselmomente unserer Vergangenheit zeigt, ein Album mit Fotos aller Art, einige schmerzhaft, andere fröhlich: Es ist die Geschichte, die uns zum jetzigen Moment unseres Lebens gebracht hat. Wer bin ich? Wie bin ich an diesen Punkt in meinem Leben gekommen? Welche Personen, Orte oder Momente haben einen wichtigen Platz und haben dabei geholfen, die Person zu formen, die ich heute bin? Mögen diese an der Oberfläche auftauchenden Bilder uns begleiten, zusammen mit den Gefühlen der Dankbarkeit oder des Schmerzes.

Wahrscheinlich gibt es im Gegensatz zu den guten Momenten, Augenblicke, Menschen oder Aspekte des Lebens, die Schamgefühle mit sich bringen; das sind Momente, von denen wir uns lossagen wollen und uns nicht vorstellen können, dass Gott sie annimmt. Stellen wir Gott diese Momente vor, und bitten ihn darum, uns selbst besser annehmen zu können. Wir müssen nicht das Bedürfnis spüren, uns ganz versöhnt zu fühlen oder heute etwas zu „lösen“: Die Leute, Momente und Gefühle, die heute auftauchen, können leicht Samen auf unserem Weg mit Gott werden, in dem Maße wie wir auf unserer Pilgerreise voranschreiten. Wir erleben gerade den Prozess, „Gott unser ganzes Leben vorzustellen“; das erfüllt uns mit Freude und Dankbarkeit, kann uns aber auch mit Reue oder Scham erfüllen. Die Früchte, die wir suchen, werden die Dankbarkeit, das Verständnis und die Selbstannahme sein, sowie das Verständnis, dass wir von Gott angenommen sind. Denken wir  an uns selbst, so als ob wir „Gold waschen“ würden, und damit unser Leben durch die Menge erhaltener Ideen aussieben würden, bis nur das „Gold“ bleibt, und dabei entdecken wir auch die Aspekte des Lebens, an denen wir mehr lernen oder wachsen können; Situationen, zu denen uns Gott führt, um nachzudenken.

Texte:

Hosea 11,1-9. Seine Liebe für mich ist eine Liebe voll Zärtlichkeit.

Psalm 139, 1-14.17-18. Mit Furcht und Hochachtung erinnere ich mich daran, wie Gott sich, in Momenten der Freude und des Schmerzes, in Zeiten des Erfolgs und Misserfolgs, in Zeiten der Treue und auch der Untreue, um mich gekümmert hat.

Geistliche Übungen, 5. „Der Exerzitant wird Alles leicht finden, er wird in wunderbarer Weise die Unterstützung der göttlichen Gnade empfinden, wenn er gleich am Anfang seinem Herrn und Schöpfer mit großmütigem und opferwilligem Herzen all‘ sein Wollen und seine ganze Freiheit zum Opfer bringt, damit seine göttliche Majestät sowohl über ihn selbst, als auch über Alles, was er hat, bestimme, nach ihrem heiligen Wohlgefallen.“

Abschlussgespräch: Zusammenfassen, was in der Gebetszeit meditiert wurde; mit Jesus sprechen, so wie ein Freund zu einem anderen spricht. Sich bei ihm aussprechen über die in diesem Stück Weg gefundenen Punkte.

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Für Fahrräder mit Schwierigkeit

Man muss das Fahrrad an der Steigung schieben. Es ist nicht klar, ob es erlaubt ist, mit dem Fahrrad durch den Nationalpark zu fahren. Motorisierte Fahrzeuge sind verboten.
Für die, die zu Fuβ gehen:
Im Winter sollte man vorsichtig sein und nicht bei Schnee gehen.

Heute haben wir zwei mögliche Varianten, die wir hier beschreiben:

Arantzazu: Km 0.
Schutzhütte Urbia: Km 5.
Araia: Km 16,3. (auf dem Waldweg)

Arantzazu: Km 0.
Schutzhütte (Refugio) Urbia: Km 5.
Ebene von Zumarraundi: Km 11,5.
Araia: Km 17,7. (auf dem breiten Weg)

Route

Etappenschema

Höhenmeter

Das Wetter in Araia

Araia
23°
Überwiegend bewölkt
Luftfeuchtigkeit: 64%
Windstärke: 6m/s NNO
MAX 20 • MIN 19
23°
DO
30°
FR
26°
SA
33°
SO