Logroño Alcanadre

30,6 Kms

Die Arbeiter im Weinberg des Herrn sollen einen Fuß auf dem Boden haben und den anderen angehoben, um ihre Reise fortzusetzen.

Heute verlassen wir den Französischen Jakobsweg und nehmen den Ebro-Jakobsweg, immer “gegen den Strom”.

Ausgehend von der Pilgerunterkunft in der Straβe Rua Vieja 32 nehmen wir die Straβe San Francisco, hinter dem Krankenhaus La Rioja. Immer geradeaus gehen wir durch die Calle Madre de Dios. Wir passieren die Unterführung der Autobahn A-13 und biegen links ab. Danach halten wir uns rechts, durchqueren einen Park und nähern uns einer Brücke über den Fluss Iregua. Nach der Brücke biegen wir links ab und gehen links am Ebro entlang. Wir sind im Stadtteil Varea.

In Varea befand sich der römische Hafen, wo die Transportschiffe auf dem Ebro ankamen oder ablegten. Wir gehen einen asphaltierten Weg entlang, ohne abzubiegen und folgen den Markierungen des GR-99. Wir erreichen eine Kreuzung mit einem weiteren asphaltierten Weg und sehen links von uns eine Tierfarm. Wir überqueren diese Kreuzung und bleiben auf unserem Weg, der etwas links versetzt vor uns liegt.

Wir verlassen den asphaltierten Weg nicht bis wir eine Kurve an einem Bewässerungskanal erreichen. Hinter uns liegt auf der linken Seite ein kleines Lagerhaus. Wir überqueren den Kanal und folgen dem asphaltierten Weg, der uns zunächst zur Autobahn und kurz darauf an die Bahnlinie bringt. Noch einmal gehen wir durch eine Straßenunterführung und biegen dann rechts ab. Wir erreichen eine Straße und halten uns dort links, der Aufstieg zur Brücke liegt direkt hinter uns. Ab hier folgen wir nicht mehr dem Gr-99.

Wir nähern uns einer Militärbasis: Nur 400m müssen wir der Straβe folgen und biegen dann rechts ab, um die Bahnlinie zu überqueren. Wir sind nun auf der Nationalstraβe N-232, die wir links weitergehen. Leider gibt es hier keinen anderen Weg und so müssen wir auf dieser befahrenen Straβe 2.6 km wandern, bis wir zur Brücke über den Fluss Leza kommen. Wir erreichen das Dorf Recajo und bleiben immer auf der N-232.

Wir gehen auf der Brücke über den Fluss Leza und verlassen schlieβlich die Nationalstraβe. Genau hinter der Brücke biegen wir links in einen asphaltierten Weg ab, der uns von der N-232 wegführt. Der Asphalt führt uns unter der Bahnlinie durch und auf diesem Weg bleiben wir bis zur Kapelle Nuestra Señora de los Dolores: Da wir „gegen den Strom” wandern, finden wir den Haupteingang nicht in unserer Richtung… und der sichtbare Pfeil des Jakobsweges erinnert uns daran, dass dieser Weg hinter uns liegt. Wieder sehen wir die Markierungen des GR-99.

Wir erreichen Agoncillo und laufen auf der Straβe La Ermita. Im Dorfzentrum biegen wir links ab und sehen dort die würdevolle Burg Las Aguas, gut restauriert und mit einem groβen Platz, der die Schönheit der Burg hervorhebt.

Wir kommen an der Kirche Nuestra Señora la Blanca vorbei, die wir links von uns sehen, und biegen rechts hinter der Kirche in eine breite Avenida ein. Wir halten diese Richtung ein, bis wir am Ende des Dorfes ankommen. Dort nehmen wir einen Weg, der links abbiegt. Der Weg schlängelt sich zwischen Bauernhöfen und und Feldern durch und wir stoβen zweimal auf Wegkreuzungen, gehen aber immer weiter geradeaus. Etwa 3,5 km hinter dem Ortsausgang von Agoncillo geht unser Weg in einen anderen über. Die Leute von Arrubal vor uns. Wir überqueren eine Brücke und steigen hinauf Richtung Kirche.

Auf der Straβe Calvario gehen wir durch das Dorf und verlassen dieses auf einem asphaltierten Weg, der parallel zu einem Wasserkanal verläuft, ca. 60m links von unserem Weg. Wir gehen weiter auf dem Weg, der rechts abbiegt und uns zur Bahnlinie führt. Etwas später kommen wir an einigen Häusern vorbei und rechts von uns sehen wir einen Tunnel. Wir gehen geradeaus.

Der Weg verläuft weiter parallel zur Bahnlinie, die wir rechts von uns sehen und der Ebro nähert sich uns, bei einer seiner zahlreichen Kurven. Genau an der Stelle, wo es scheint, dass der Fluss über die Bahnlinie hinausgeht, finden wir einen Übergang. Jetzt sind der Fluss und die Bahnlinie links von uns. Parallel zur Bahnlinie kommen wir an einen asphaltierten Weg, der rechts abbiegt und auf dem wir nach ca. 100m oben die weiβe Kapelle von Aradón sehen. Mit Sicherheit können wir die riesigen Aasgeier beobachten, die auf den Felsen Peñas de Aradón nisten.

An diesem Punkt gehen wir abwärts, um unter der Bahnlinie durchzugehen. Wir folgen den Markierungen des GR-99. Nach einer wohlgeformten Kurve auf unserem Feldweg, führt der GR geradeaus weiter, aber wir gehen auf unserem Weg an der Bahnlinie entlang weiter. Ab hier sehen wir die Bahnlinie immer auf der rechten Seite, bis wir zum Bahnhof von Alcanadre kommen, der auch eine Pilgerherberge ist.

Im Dorf angekommen, nehmen wir die erste Straβe, die nach oben in den Dorfkern führt, und nach ein paar Treppenstufen sehen wir den ersten Brunnen. Ein paar Schritte weiter geradeaus erreichen wir die Kirche.

AGONCILLO

Hostal El Molino. Ctra de Zaragoza. Km 12. Tel.: 941 431 316.

Rathaus . Tel.: 941 431 007

ALCANADRE

Casa Rural. La Casa Azul, C/Trasera de Pilares, 29 Tel. 686 730 187 // 669 461 501

Hostal Cedipsa. Carretera de la Estación, 0. Tel: 948 693 183
Pilgerherberge . GESCHLOSSEN – IN ARBEITEN. Ctra. Estación (8 Plätze), im gleichen Gebäude wie der Bahnhof. Rathaus Tel.: 941 165 004. Wenn es gar keine andere Möglichkeit gibt, kann man den Zug bis Logroño oder Calahorra nehmen oder im Rathaus darauf bestehen, das gemeindeeigene Sportzentrum benutzen zu können.

ARRÚBAL

Pilgerherberge. neben der Kirche (30 Plätze). Tel: 941 431 223

Rathaus. Tel.: 941 431 103.

LOGROÑO

Taxi Logroño – Francisco Javier Saenz . Tel: 660 590 912

Taxi Logroño – Radio Taxi 24h . Tel: 941 505 050

AGONCILLO: Kleines Dorf. Erwähnenswert die Burg Aguas Mansas, vom 13. bis 14. Jahrhundert aus Quadersteinen erbaut, und die Kirche Nuestra Señora la Blanca. Im Haupteingang der Burg können wir ein Wappen mit dem Kreuz von Calatrava betrachten. Es gibt Restaurants, Apotheken, Supermärkte und Banken.

ARRÚBAL: Kleines Dorf. Die Kirche El Salvador ist hauptsächlich aus dem 16. Jahrhundert und wurde im 17. Jahrhundert fertiggestellt. Es gibt Restaurants, Apotheken, Supermärkte und Banken.

ALCANADRE: Dorf mit etwa 750 Einwohnern. Der toponymische Klang ist arabischen Ursprungs: Al-Cana-Dre, und bedeutet „Die Brücken”, „Bogen”, etc., Ruinen einer alten Brücke über den Ebro gleich neben dem Dorf. In der Kirche Santa Maria (16.-18. Jahrhundert) findet man das romanische Bild, das in der Kapelle von  Aradón (17. Jahrhundert) war. Charakteristisch für das Dorf ist das römische Aquädukt (1. Jahrhundert). Kurz vor dem Dorf kann man ohne Probleme die Aasgeier beobachten, die bei den Felsen von Aradón nisten. Einige von ihnen wiegen bis zu 8 kg und sind über 2,5m groβ. Es gibt Restaurants, Apotheken, ein Gesundheitszentrum, Supermärkte und Banken. 

Bemerkungen: Heute beginnen wir mit der „zweiten Woche“ der Geistlichen Übungen. Am Anfang steht eine Meditation, in der wir die Einladung Christus zu seiner Nachfolge spüren. Da wir durch eine große Stadt laufen, können wir die Wunder eines „weltlichen Bereichs“ sehen und uns das Reich Gottes vorstellen. Heute meditieren wir über die Orientierung unseres Lebens: Laufen wir mit Jesus oder laufen wir den anderen Anführern nach?

Fürbitte: Mit all meinen Beschränkungen und in der Liebe des Vaters zu mir, bitte ich um die Gnade des Gefühls, persönlich gerufen zu sein mit Jesus zu gehen, als sein Begleiter und Mitarbeiter.

Gedanken: Das tiefe Bewusstsein der barmherzigen Liebe Gottes (die Gnade, um die wir gestern gebetet haben) erzeugt sehr oft den Wunsch, eine Antwort darauf zu finden. Heute beginnen wir über die Einladung Jesus zu meditieren. Er lädt uns ein,  neben ihm in seinem Wirken zu gehen. In den Geistlichen Übungen stellt Ignatius die Meditation des von Gott Gerufenen über die Zusammenarbeit mit Jesus,  genau neben die Meditationen über unsere menschliche Sündhaftigkeit; die Nebeneinanderstellung ist wichtig: Gott ruft uns, völlig mit Ihm zusammenzuarbeiten, nachdem er uns kennengelernt hat und uns liebt, so wie wir sind. Wir sind als geliebte Sünder gerufen, genauso wir uns Paulus erklärt, nachdem er Gott darum gebeten hat, sich mit ihm zu versöhnen: «Und er hat zu mir gesagt: Laß dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen! Darum will ich mich am liebsten vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft Christi bei mir wohne.» (2 Korinther 12,9). Obwohl wir Sünder sind, fühlen wir uns gerufen, uns anzustrengen in dieser von unserer Sünde belasteten Welt. Wir arbeiten für den Frieden und die Gerechtigkeit, mit der barmherzigen Liebe, die wir empfangen haben. Wir glauben an einen Gott, der Gerechtigkeit ist, weil Er Liebe ist. Der Weg zur Gerechtigkeit in unserer Welt und der Weg des Glaubens sind untrennbare Wege. Der Glaube und die Gerechtigkeit sind unteilbar im Evangelium. Wir sind uns tief bewusst über die Häufigkeit und Schwere, mit der wir gegen das Evangelium gesündigt haben. Dennoch ist es auch weiter unser Bestreben, das Evangelium würdig zu verkünden, das heißt, in Liebe, in Armut und in Bescheidenheit. Das ist der Inhalt der 32. Generalkongregation der Jesuiten.

In seiner berühmten Meditation „Der Ruf des ewigen Königs“ („La llamada del Rey Eternal“), stellt sich Ignatius vor, wie überzeugend der Ruf eines wahrhaft würdigen Königs wäre. Jemand, der in unserer Welt nur für den Glauben und die Gerechtigkeit arbeiten würde. Nach dieser Überlegung wenden wir uns an Jesus, dessen Ruf sogar noch wertvoller ist, weil Christus, unser Herr, der ewige König, jeden einzelnen von uns ruft und sagt: „Meine Absicht ist es, das Beste in der ganzen Welt zu erreichen und das Königreich der Ewigen Liebe aufzubauen.“ Ignatius sieht, dass alle, die mit Christus gehen wollen, mit Ihm arbeiten müssen. Ihm im Schmerz zu folgen, bedeutet dann auch, dass sie Ihm in die Herrlichkeit dieses Königreiches folgen können.  

Der Ruf des Königs ist der Ruf Ihn zu begleiten, um so in Seiner Nähe mehr von Ihm zu lernen, um  seine Zuneigung und unsere Verbindung mit Ihm im Dienst seines Volkes zu erfahren. Und dieser König kommt zu uns als einer von uns, vollkommen bereit, unser Los zu teilen. Heute konzentrieren wir uns auf das Wunder, gerufen zu sein und auf die liebevolle Natur des Aufrufes; morgen können wir beginnen, unsere Antwort darauf zu finden.   

Texte:

Psalm 102. Der Herr ist teilnahmsvoll und gnädig.

Lukas 5,27-32. Folge mir.

Micha 5,1-4. Ein mächtiger König wird kommen, um seine Herde mit der Macht Jahwes zu befreien.

Abschlussgespräch: Wie ein Freund zu einem anderen spricht, so sprechen wir mit Jesus. Wir fassen die Reflexionen und Emotionen der Meditation über das Königreich und den Wert der Nachfolge zusammen. Wir diskutieren mit Jesus und bitten wir ihn darum, dass er uns annimmt auf seinem Weg. 

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Einfach für Fahrräder

aber Achtung auf km 2,6 der Landstraβe N-232 zwischen Recajo und Agoncillo.

Die Pilgerwanderer müssen auf der linken Seite der Straβe gehen und überqueren die Straβe nicht, aber die Fahrradfahrer fahren auf der anderen Seite und das Überqueren ist nicht einfach. Man sollte den sichersten Punkt wählen und die Fuβgängerübergänge in den Dörfern nutzen.

Logroño: Km 0.
Varea: Km 2,6.
Recajo: Km 9,8.
Agoncillo: Km 14.
Arrúbal: Km 18.
Ermita de Aradón: Km 25,2.
Alcanadre: Km 30,6.

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